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Sal-Weide

(Salix caprea)

III — IV Home Vorgehölze, Pionier­standorte
2 — 10 m indigen LC
Blätter
Synonyme: Salix tomentosa, Palm-Weide. Makrophanerophyt, coll-mont(-sa). Die Laubblattunterseite ist bleibend dicht weichwollig-samtig. Die schwach runzelige Laubblattspreite ist 1,5 — 2,5 mal so lang wie breit, rundlich bis elliptisch. Nebenblätter fehlen meist oder sind sehr klein. Das entrindete Holz weist keine Striemen auf. Die "Palmkätzchen" erscheinen vor dem Blattaustrieb (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien kommt sie zerstreut bis selten vor, an der Westküste und im Süden gar nicht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blattoberseite
 
 
Knospen
 
 
Borke
Aufnahmen: 14.08.2015 Učka
 
Habitus
 
 
Stamm
 
 
Blattoberseote
 
 
Blattunterseite
Aufnahmen: 07.08.2008 Učka

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"403. S. caprea. L. (Sahlweide, Palmweide.)
Bäume bis 30' hoch, zuweilen als Strauch schon blühend, mit bläulichgrünem Blattwerke; Stamm grau, jüngere Zweige sperrigabsteliend, dick, knotig, gelb- oder rothbraun, meist kahl oder die jüngsten Triebe feinflaumig. Blätter elliptisch oder eirund, zugespitzt, mit zurückgekrümmter Spitze, ganzrandig oder welliggekerbt, oberseits dunkelgrün, kahl, oder in der ersten Jugend feinflaumig, flach, unterseits bläulich-filzig, 2 — 3" lang, 1 — 2" breit; Blattknospen kahl; Nebenblätter nierenförmig. Kätzchen sitzend, an der Basis mit schuppigen Deckblättern besetzt, vor den Blättern ausbrechend, ziemlich gerade, dick, vor dem Aufblühen in einen dicken, weissen Pelz gehüllt; Kätzchenschuppen 2 farbig, an der Spitze schwärzlich, weiss gewimpert. Männliche Kätzchen eiförmig, zuletzt eilänglich oder walzlich, 6'''— 2" lang, 5 — 12''' breit, hellgelb, Staubfäden 2, getrennt; Staubkölbchen citronengelb. Weibliche Kätzchen walzlich, 1 — 1,5" lang, 4 — 5''' breit, graugrün, bei der Fruchtreife grösser, bis 3" lang. Fruchtknoten kegelförmig, filzig, gestielt, Stielchen 4 — 6mal länger als die Honigdrüse, Narben fast sitzend, länglich, 2spaltig, zusammenneigend. Das Holz ist spaltbar und reich an Brennstoff, die jungen Zweige mit unaufgeblühten Kätzchen (Mudeln, Palmmudeln) werden, sowie auch die der S. daphnoides und cinerea mit Buxus, Viscum album und Juniperus Sabina, zu den sogenannten Palmbuschen zusammengebunden.
März— April


An Waldrändern, in lichten Hainen, an Holzschlägen, Zäunen, Bächen im ganzen Gebiete, sowohl im flachen als gebirgigen Theile sehr gemein, steigt bis zur Krummholzregion auf. Wird auch der Palmbuschen halber gezügelt. Am Blöckensteinersee auf Granit 3358' hoch aufsteigend (Sendtner)."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 343), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
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 Letzte Bearbeitung 02.10.2026

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